Informationen zur Folge
Zu Geheimdiensten gibt es viele Mythen und Verschwörungen. Thomas Riegler ist Historiker und ein absoluter Geheimdienst-Nerd. Von ihm habe ich mir erklären lassen, wie Geheimdienste wirklich arbeiten. Es ist mehr fader Bürojob als James Bond, aber trotzdem ab und zu ziemlich spektakulär. Wir reden über den Mossad, 9/11, die Atombombe, Jan Marsalek und noch viel mehr. Geheimdienste, erklärt.
🙆 Thomas Riegler (Jahrgang 1977) ist Historiker und Geheimdienstexperte aus Wien. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaften an denUniversitäten Wien und Edinburgh. Seit 2016 ist er Affiliate Researcher am Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS).
Was nehme ich mir mit?
- Geheimdienste beschaffen Informationen. Das ist auch in einer liberalen Demokratie essentiell. Man möchte nicht von internationalen oder nationalen Entwicklungen überrascht werden. Manchmal passiert das trotzdem, denn: Auch Geheimdienste sind nicht allmächtig. Viele Entwicklungen sind zu komplex, als dass man sie jetzt easy vorhersagen könnte.
- Geheimdienste bekommen diese Informationen durch menschliche Quellen, durch Cyber-Spionage, die Überwachung von Satelliten oder die Auswertung von öffentlich zur Verfügung stehenden Informationen. Menschen lassen sich aus verschiedensten Gründen anwerben, die häufigsten sind: Geld, Ideologie, das eigene Ego und Erpressung.
- Es gibt viele Erfolge und Versagen. Ein großer Erfolg gelang etwa dem israelischen Dienst Mossad mit dem Pager-Angriff auf die Hisbollah im Libanon. Auch die Atombomben-Spionage der Sowjetunion war ein extremer Erfolg. Misserfolge gibt es auch zur Genüge: 9/11, Pearl Harbor oder der 7. Oktober in Israel.
Medienlinks und Downloads
Thomas‘ Shoutout für Medien
- Podcast „Stakeknife“ (BBC) über einen britischen Informanten in der IRA: https://www.bbc.com/audio/brand/p0k39k84
- Podcast „Bed of Lies“ (The Telegraph) über die Unterwanderung der IRA durch britische Geheimdienste: https://www.telegraph.co.uk/podcasts/bed-of-lies/