Informationen zur Folge
Wir tauchen ein in die faszinierende Welt von Pieter Bruegel.
Warum seine Kunst 450 Jahre später noch relevant ist – und was man mit seinen Bildern über das Leben damals lernen kann:
Einblicke gibt uns Sabine Haag.
Sie hat 15 Jahre das Kunsthistorische Museum geleitet, das die größte Sammlung von Bruegel-Bildern der Welt hat.
🙆 Sabine Haag ist Kunsthistorikerin und war von 2009 bis 2024 Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien.
Was nehme ich mir mit?
1. Bruegels hatte Respekt für normale Leute. Er malte zwar für reiche Leute und war selbst eher gut situiert, er stellte Bauern, Jäger und Leute in Dörfern aber immer realistisch dar, ohne zu werten. Das war für die Kunst seiner Zeit außergewöhnlich.
2. Bruegel lebte in einer Zeit großer Umbrüche. Katholiken und Protestanten diskutierten nicht mit Worten, sondern mit Waffen. Die Welt öffnete sich, Bruegel ist ein Produkt der Renaissance, Columbus und Magellan segelten schon um die Welt, Flandern war für die Zeit außergewöhnlich wohlhabend und es war dann eben auch Geld für Kunstaufträge da.
3. Seine Bilder verdanken wir den Habsburgern. Vielen waren lange in privatem Besitz, etwa eines Bankiers, aber die Habsburger waren große Bruegel-Fans und kauften sie auf. Aber erst 1891 wurden die Bilder in der Monarchie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, in dem das Kunsthistorische Museum in Wien eröffnet wurde.