Informationen zur Folge

Zuerst macht der Bäcker zu, der Supermarkt, die Bank, irgendwann ist der Ortskern … tot. Aber nicht überall. Wie eine Handvoll engagierter Menschen ein Dorf Schritt für Schritt retten kann, erklärt der Architekt Peter Nageler.

Peter Nageler ist Partner und Gründer des Architekturbüros nonconform.

Diese Folge wird präsentiert von unserem Partner FLiP, dem Erste Financial Life Park.

Diese Bücher empfiehlt Peter:

1. Das Wenige und das Wesentliche: Ein Stundenbuch  von John Düffel

2. Unverfügbarkeit von Hartmuth Rosa

3. Insektengeflüster – Über das verborgene Leben auf sechs Beinen von Dominique Zimmermann

Peters Shoutout für Medien, die er gerne mag:

1. Neue Zürcher Zeitung

Was nehme ich mir mit?

1. Es fängt meistens mit ein paar Leuten an. Das Ortskernsterben hat viele Gründe und die Lösungen sind kompliziert, aber sie beginnen immer mit ein paar engagierten Menschen die beschließen, dass sie das nicht mehr hinnehmen wollen – und die anfangen etwas zu tun.

2. Demokratie braucht öffentliche Räume. Es ist toll, wenn man Freunde zu sich nachhause einlädt oder sich im Verein betätigt. Aber wir dürfen uns nicht nur in unsere Bubbles zurückziehen, sondern wir brauchen öffentliche Räume, wo wir mit Fremden zusammen treffen, diskutieren, neue Leute kennenlernen und Zufälliges passiert.

3. Das Auto ist Teil des Problems. Autos sind super Verkehrsmittel, aber wenn man einen Ortskern beleben will, ist es meistens notwendig, dass sie entweder nur mehr sehr langsam oder gar nicht durchfahren dürfen. Dann können plötzlich Kinder und Familien dort rum laufen, es ist leiser, sauberer und eine positive Dynamik kann beginnen.

Transkript

Diese Folge wird präsentiert vom Flipp, dem erste Financial Life Park.

Das Flipp ist Werbepartner für vier Episoden zum Thema Wirtschaft und Finanzen.

Und das Flipp bietet gleich neben dem Hauptbahnhof Kindern und Jugendlichen Touren zum Thema Geld und finanzielle Kompetenzen an.

Diese Woche gibt es keine neuen UnterstützerInnen.

Danke an die 436 HörerInnen, die unsere Mission Bildung einfach zugänglich zu machen unterstützen.

Und zwar auf erklärmir.at slash support.

Hallo, ich bin der Andreas und das ist Erklär mir die Welt, der Podcast, mit dem du die Welt jede Woche ein bisschen besser verstehen sollst.

Heute geht es ums Ortskernsterben und wie wir Orte, kleine Städte, Dörfer wieder retten und mit Leben erwecken und das erklärt uns Peter Nageler.

Hallo.

Hallo, schönen Nachmittag.

Hallo lieber Peter, schön, dass du da bist.

Kannst du dich zu Beginn kurz vorstellen bitte?

Ja, also Peter Nageler, mein Name, ich komm zum Thema entsprechend auch selbst aus einem kleinen Ort, das ist Fräsach in Kärnten, das ist so im Unteren Trautal und bin von dort weg nach Graz zum Architekturstudium, also bin ausgebildeter Architekt und was jetzt vielleicht interessant ist zu dem Thema, wir haben 99 zusammen mit Roland Gruber nonkonform gegründet, mittlerweile ein Kollektiv mit vielen Partnern, Partnerinnen.

Wir haben durch eine damals aus der Architekturproduktion interessante Erfahrungen und Wettbewerb gewonnen und das Gefühl gehabt, man versteht uns gar nicht, was wir machen, einfach dieses Partizipationsthema mit Architektur kombiniert.

Und da bin ich jetzt immer gleich auch mit der Leidenschaft dabei, weil es irgendwann einmal dieses Nanko-Form auch zu einem Lebensgefühl selber geworden ist.

Und irgendwie ist aus dieser Beschäftigung dann halt mehr geworden, auch dieses ganze Thema der Wahrnehmung, die eigene Perspektive, die man sieht.

Und dann einfach das Thema des Leerstands, dieses Erotieren von Räumen.

Und wir glauben, dass es mit Methoden, die im Grunde genommen keine Patentrezepte sind, sondern es geht immer um die Bedürfnisse vor Ort und um die Energie, die in den Orten steckt.

Und es ist völlig egal, ob das Dorf, ein kleines Dorf, eine große Stadt ist.

Wenn eine große Stadt geht, ist es um Quartiere, weil das einfach die Lebensräume sind, an denen sich soziale Interaktionen messen oder nicht stattfinden.

Und durch die Situation, die ich schon sehr dynamisch finde, dass die Klimawandel, Anpassungsthemen, die unserer Gesellschaft bevorsteht, entsteht noch einmal ein Transformationsthema dazu.

Das schauen wir uns alles jetzt in Ruhe Schritt für Schritt an, Peter.

Ich würde das gerne mit einem praktischen Beispiel mit dir besprechen.

Ist jetzt erfunden, aber es ist eigentlich repräsentativ und könnten ganz viele echte Menschen sein.

Jetzt nehme an, ein Ehepaar kommt zu dir, die kennen dich von irgendwo, die ja mitkriegt, was du machst und sagen, Peter, schau her, kleine Gemeinde, 1000, 2000 Einwohner.

Bei uns ist der Supermarkt weg, der ist jetzt der nächste größeren Gemeinde im Einkaufszentrum.

Das Gasthaus hat zugesperrt, der Bäcker ist weg und eigentlich bei uns im Ort tut sich nichts mehr.

Wir wollen was ändern, wir wollen quasi wieder unseren Ort zurück, wir wollen den lebendig haben, wir wollen, dass sich da was tut.

Was sagst du denen?

Wo fängt man an?

Was ist Schritt eins?

Also Schritt eins, würde ich glauben, dass man, wenn man den Zweien begegnet, sind die in irgendeiner Community, in irgendeinem Netzwerk eingebunden.

Also sie agieren nicht alleine und das ist glaube ich die Kunst in so einer Situation.

Also wir haben bei Orten Lebensräume für uns, das sind sozialdynamische Strukturen und diese Defizite spürt man einfach, weil gewisse Dinge nicht mehr sich einstellen.

Also nicht mehr einkaufen zu können, fußläufig, also Bedürfnisse des täglichen Bedarfs, wie wir das nennen.

Aber dann kommen auch die sozialen Faktoren dazu.

Also man lebt nicht nur quasi von der Erwerbsarbeit und dann vom Freizeitthema, sondern es geht um soziale Themen und in jeder Lebensphase sind andere Bedürfnisse da.

Jugendliche haben andere Bedürfnisse, andere Sozialkontakte.

Und ich würde schon glauben, egal ob das Dorf, was immer es ist, von der Größe her, es sind immer ähnliche Bedürfnisse.

Es spielen natürlich Hintergründe, soziale Bildungsfaktoren, aber es sind immer Menschen.

Menschen mit Biografien.

Und ich würde Ihnen raten, wo sind Mitstreiterinnen für dieses Thema?

Und würde Ihnen raten zu überlegen, wo könnte man anpacken?

Also es geht oft um dieses erste sichtbare Zeichen, mal zu sagen Eigeninitiative als Thema und dann vielleicht am Ende erst ein Prozess anzufangen.

Und jetzt, wenn du sagst Communities, kann das sein, die Freiwillige Feuerwehr oder der Musikverein oder woran denkst du da?

Also Freiwillige Feuerwehr in aller Munde.

Weil wir alle mitgekriegt haben durch nicht so lange her, 14 Tage, 3 Wochen.

Ja, diese Organisation gibt’s.

Ich glaube, dass es nicht immer nur das Vereinswesen ist.

Es gibt auch viele soziale Kontakte, die Menschen trotzdem untereinander pflegen.

Aber natürlich im Vereinswesen eine Organisationsstruktur da ist, die Menschen zueinander bringt, was Gemeinsames zu tun.

Und vor allem in dem Bereich sozial interessant Gemeinwesensarbeit.

Also Dinge, die anderen helfen, andere unterstützen, die in Not sind.

Und wenn man die Berichte ein bisschen so gelesen hat und gehört hat, war das herausragende, ja diese Hilfsbereitschaft.

Also mit persönlichen Einsatz anderen helfen zu können.

Das ist was Großartiges.

Das ist natürlich ein Fundament für viele andere Dinge.

Wir decken das oft nicht, was da am Potenzialen da ist, also an Ressourcen da ist, auch auf der sozialen Ebene.

Weil es manchmal diejenigen nicht gibt, die da vorneweg vielleicht Verantwortung übernehmen und sowas organisieren.

Okay, du sagst ein erstes sichtbares Zeichen ist wichtig.

Also man fängt nicht groß an, sondern immer klein.

Jetzt sagen wir das Ehepaar hat noch ein paar Freunde, denen ist das auch ein Anliegen und die sagen so, jetzt wollen wir so ein Zeichen setzen, wie der Peter gesagt hat.

Jetzt packen wir ein paar Gugelhupf und nehmen ein paar Klappstühle, ein Klapptisch und sitzen uns mal da mitten vor die Bäckerei ins Zentrum, wo eigentlich nix mehr ist und stellen vielleicht, hängen wir irgendwo ein Plakat auf oder so und dann schauen wir mal, ob wer kommt.

Die kriegen einen Kuchen und einen Kaffee und dann reden wir mit denen.

Das Schade ist, dass man quasi da mit den Tischlein herkommen muss und das nicht sowieso irgendwie ein Angebot gibt.

Wäre das so ein quasi erstes Zeichen?

Auf der ersten Ebene würde ich das schon mal sehr eigeninitiativ finden und auch einen ganz spannenden Weg.

Ich würde ihnen raten, Leute einzuladen.

Also jeder von uns kennt die Gastgeberrollen.

Also wenn man Freunde hat, dann ladet man die einfach ein.

Wenn man was feiert, man kocht was, man tut sich das an.

Und selbst wenn es der Gugelkopf und der Kaffeemaschine ist, die man hinstellt.

Also diese Möglichkeit, wen einzuladen, das zu organisieren, wär so ein erster Schritt.

Also zu schauen, was kann man dem Ort eigentlich alles anstellen, wenn man so will.

Da geht es nicht um die großen Themen.

Und dann entstehen Dynamiken, weil man sagt, ja, das taugt vielen oder mehreren und es entsteht der Multiplikator-Effekt.

Also das Entscheidende ist ja nicht, dass man, wie du auch schon jetzt erwähnt hast, dass das Große gleich sieht, also gleich ins Bauen gehen will oder gleich umbaut, weil wir ja von Leerständen reden, sondern dass man mal eine Idee entwickelt, wie könnte man das nutzen.

Und vor allem die Nutzungskonzepte wie der Lebensmittelmarkt und sprich Handel sind einfach nicht dafür geeignet, unter den heutigen wirtschaftlichen Arbeitsbedingungen einfach so einfach in den Ort zu kriegen.

Aber man könnte über so etwas dann einfach eine Initiative starten und sagen, ja, das nächste Mal machen es andere.

Vielleicht hat jemand andere Möglichkeit, einen anderen Kuchen zu machen und so geht es weiter.

Und es wird da draußen sozusagen eine Idee und die Idee muss man dann auch kanalisieren, begleiten, aber das wären gute Schritte für so was.

Und wenn uns jetzt Leute zuhören, die im Land wohnen und sich denken, was reden die da bitte?

Weil wenn ich einen Google-Hupf mache, dann lade ich eh die Freunde, die ich schon habe oder die ich kenne oder Familie zu mir nach Hause ein, dann kommt man auch zusammen.

Und warum sollte ich mich jetzt bitte da in die Ortsmitte setzen?

Ich hab auch meinen vielleicht Fußballverein oder ich bin bei der Feuerwehr.

Man kommt eh zusammen, rennt man nicht einfach etwas nach.

Okay, vor ein, zwei Generationen war das noch anders, da war mehr fußläufig.

Ja, jetzt können wir uns ein Auto leisten.

Jetzt sind wir mobiler, wozu das Ganze?

Also da würd ich ein Thema wichtig finden.

Man kann im Verein super diese sozialen Freundschaften pflegen, dass die sich auch sehr aufgehoben fühlen.

Aber was der Unterschied ist, das kann ich an einem Beispiel aus meinem eigenen Ort, also in dem ich aufgewachsen bin und wo ich immer noch auch im Sommer lebe, meine Mutter besucht, vor circa fünf, sechs Jahren hat man einen Dorfladen initiiert, auch das gleiche Problem, dass es da vorher nix gab und die Leute halt mit dem Auto ins Tal runterfahren und einkaufen gehen.

Und was spannend war, ich hab das von Anfang an unterstützt, wenn ich dort war, also dort einfach Grundnahrungsmittel einzukaufen und eben nicht ins Tal zu fahren, wenn ich dort bin.

Und was da spannend war, dass man auf einmal Menschen trifft, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat.

Und diese Zufälligkeit, wen zu treffen, ist nur im öffentlichen Raum.

Wir leben ja in einer Demokratie, also wir haben eine Idee von Öffentlichkeit.

Und was uns im öffentlichen Raum auszeichnet, ist, dass jede, jeder nach den Bedürfnissen dort sich aufhalten kann und tun kann, was er will, wenn er andere nicht stört.

Und dieses Phänomen würde ich sozusagen jetzt finden, das kann ich im Verein nicht erleben.

Ja, das ist der große Unterschied.

Also natürlich spielen Vereine dann für die öffentliche Organisation eine Rolle, aber ich bleib dabei.

So diese Zufälligkeit, wen zu treffen, mit dem ich nichts ausgemacht hab.

Ich geh in den Laden und treff eine ältere Dame, die ich 20 Jahre nicht gesehen hab.

Wir kennen uns.

Und auf einmal geh ich nicht nur einkaufen, sondern red mit der Frau 10 Minuten, wie es ihr geht.

Sie weiß viel mehr von mir, das ist ja immer interessant in Orten, dass man auf der Gesprächsebene sich mehr austauscht.

Und die ist dann immer erstaunt, was man so über Leute weiß.

Das ist jetzt nicht, weil man jetzt irgendwie höher geachtet wird oder so, sondern es geht echt so, das schätz ich sehr.

Also dieser Austausch, der da mit Menschen passiert, wo es zufällig ist.

Manchmal trifft man niemanden, man braucht fürs Einkaufen eine Stunde.

Und jeder kann hin, spontan.

Man muss sich nichts ausmachen, man muss nicht vorher Mitglied werden, man muss nicht dies und jenes übernehmen, sondern man kann einfach mal hingehen und mal schauen.

Vielleicht tut sich ja was.

Ja, ich glaube, dass viele einfach sagen, ich geh jetzt einmal ein bisschen was einkaufen.

Genau aus dem Grund sozusagen nicht, wie wenn man vom Ort raus in das Tal fahren würde.

Also bei mir ist das so, im Fräser-Fräser-Hisso liegt auf 750 Höhenmeter und Tal ist das Trautall gemeint.

Fahrt man halt nach Feistritz runter, wo die ganzen Supermärkte sind, die dann wiederum das andere Problem, das ganze Flächenfrases haben und der Ort hat das nicht.

Und du kaufst nicht für eine Woche ein oder für fünf Tage, vier Tage, drei Tage, sondern gerade aus dem Bedürfnis heraus, vielleicht auch wenn zu treffen und morgen wieder einzukaufen.

Also ich würde das jetzt nicht unterstellen, aber das ist im Ort sozusagen so etwas, was ich gemerkt hab, was den Leuten abgegangen ist und das eine hohe Qualität hat und eigentlich nichts Großartiges ist.

Also es ist nichts, da muss ich keine irgendwie Theoriebildung dahinter haben und was weiß ich, was anstellen, sondern ich muss es nur tun.

Es muss nur zur Verfügung gestellt werden.

Und wie war das bei dir in deinem Heimatort, der Dorfladen, wie ist der geboren worden?

Es gibt ja immer wieder diese Initiativen, dass wir über EU-Förderungen Leaderregionen haben.

Also diese ganze Thematik, wie der ländliche Raum entwickelt wird, ist ja auch mit gut und hohen Fördersummen unterstützt.

Und Freisach ist eine Leaderregion, wo sich das ergeben hat, dass man solche Projekte unterstützt.

Und der Bürgermeister war jemand, der das aufgegriffen hat.

Und im Gemeindehaus ist ja die Post leer gestanden.

Also an der Stelle, wo früher die Poststelle war, ich würd sagen in der Größenordnung so von 100 Quadratmetern mit Nebenräumen, ist einfach sowieso eine Option entstanden.

Und man hat wen gefunden, der den Laden betreibt.

Das ist einmal wichtig.

Also es braucht eine Person dahinter, die das Gespür hat, nicht nur was zu verkaufen, sondern einfach auch ganz klar interagiert mit Leuten reden kann, Geschichten erzählt, mal auf den Kaffee sozusagen einen Kakao aufgetoert und nicht nur quasi die Milch reinschüttet, sondern so dieses Gasgeberrolle mitkönnen.

Und die haben das sehr gut gemacht, diese Sperrinnen, die den Laden übernommen haben.

Und so ist es entstanden.

Dann hat man Förderung, man kann Mietreduktion für die Unternehmung herstellen.

Das heißt, das ist alles irgendwie langfristig geplant.

Und man hat sowieso im Hintergrund den Verkauf von regionalen Produkten und nicht von einem Sortiment wie bei den Lebensmittelhändlern.

Und das läuft gut?

Das läuft gut.

Also insofern gut, weil es natürlich auch das Defizit eines Gasthauses gibt, das nicht ständig offen hat.

Und dadurch merkt man die Verlagerung sozusagen zu diesem Dorfladen hin.

Und da kann man dann auch einen Kaffee trinken?

Genau, man kriegt auch ein Bier.

Ja, super.

Da geht die aus.

Und ich finde es ja so, wenn man heute ein regionales Produkt einkaufen will und es nicht kennt, dann will man es kosten vorher.

Und das ist genau die Atmosphäre.

Wenn man heute, also ich möchte das nicht unterstellen, auf einen Käufer in der Feinkost wird das wahrscheinlich auch besparen, Bilder machen, aber es ist nicht selbstverständlich.

Also dieser Unterschied ist das eine und dann weiß ich, wo das Produkt herkommt.

Und das ist aber dann auch schon ein Idealfall.

Es gibt eine Förderung, es gibt eine Immobilie, wo man relativ günstig reinkommt.

Weil das ist ja dann, wenn wir jetzt wieder zu unserem Ehepaar zurückgehen, die haben dann dieses Event gemacht mit dem Kuchen, ein paar Leute sind gekommen, dann ist noch der Fährer gekommen, der hat gesagt, ich mach einen besseren Kuchen wie du.

Und das nächste Mal hat der das organisiert, hat wieder ein paar Leute mitgebracht.

Und wenn die dann denken, das muss man irgendwie institutionalisieren, mal regnet’s, wir wollen nicht immer draußen sitzen.

Es ist halt einmal so wichtig, gibt’s einen, hat man Zugriff zu einer Immobilie?

Weil oft ist ja der Grund, warum die nicht mehr bewirtschaftet werden, weil man nicht genügend Umsatz macht, damit man die ganzen Kosten dicken kann.

Das ist ein riesiges Thema.

Natürlich braucht es die Bereitschaft von Eigentümerinnen mit der Immobilie auch irgendwie die Möglichkeit zu bieten, dass man mit der was machen kann.

Das ist so, wir sind in einer Gesellschaft, die die Eigentumsfrage sehr hoch, würde ich sagen, hängt, aber in der die sehr wichtig ist.

Und logischerweise wollen Eigentümer, wenn es einen Bedarf gibt, Mieten generieren.

Weil sonst wird man ja nicht investieren.

Ich glaube, dass es dann einen Dialog gibt, wo man einfach auch zeigt, was das bedeutet, der Immobiliennetz zu sanieren.

Gerade wir aus unserer Branche wissen einfach, wie Kosten entstehen und je länger ihr Immobiliennetz saniert, umso höher werden die Kosten.

Und dann stellt sich die Frage, wird dann überhaupt noch einmal was umgebaut, weil man wahrscheinlich dann die Frage stellen muss, ob man das Gebäude nicht rückbaut, weil die Investitionskosten so hoch sind, weil die Schäden so hoch sind.

Also da braucht man dann einen Dialog, ohne wen unter Druck zu setzen, sondern vielleicht auch wen zu verführen und zu sagen, schau, das wär doch was.

Und vielleicht ist die Mitte nicht am Anfang gleich, die man irgendwie spannend findet, aber vielleicht nach zehn Jahren.

Und auch die Eigentümerin oder der Eigentümer wird Nachfolge haben und mit der sozusagen eine Perspektive aufzubauen und dann vielleicht das ganze Haus umzubauen.

Weil es geht ja momentan, wenn man vom Laden redet, um ein Erdgeschoss, das ja eh ganz schwierig vermiedbar ist.

Das will im Erdgeschoss nicht unbedingt wer wohnen.

Und so, glaube ich, könnte man in so einem Prozess Dynamik entfachen und auch Themen, die immer Widerstände auslösen, einfach auch begegnen und die in einem Prozess auflösen.

Und wenn dich das eh beides weiter ausquetscht, okay, dann Dorfladen, die Dorfladen-Idee gibt’s.

Was könnte man denn dann auch alles machen am Anfang?

Also was ich immer wichtig finde ist, wenn man in die Dörfer gehen und wenn man sich anschaut, wie ist denn die demografische Struktur?

Also wie sind Junge da?

Wie ist das verteilt?

Und wir sehen, dass wir in ländlichen Regionen wenig Bevölkerungswachstum haben.

Also es geht nicht immer ums Wachstum, sondern es geht um, gibt es auch positive Geburtenrate.

Dann gibt es auch einen ganz guten Bericht, dass der Statistik-Austriat ist, vielleicht ein halbes Jahr.

Da sieht man relativ klar, wo wir überhaupt keine positive Geburtenrate haben.

Die sind in Österreich sehr niedrig.

Also nur Wien hat da einen, dann gibt es in Vardelberg ein paar Zentren.

Und wir haben sehr viele Flecken, wo wir eigentlich nur Wanderungsbewegungen haben.

Also wo Leute hinziehen, weil sie geheiratet haben, weil sie den Ort spannend finden, was auch immer.

Und aus der Situation, aus der Analyse heraus ergeben sich einfach Fragestellungen.

Hat man Menschen, wo man sieht, ah, da gibt es in einem Sektor sehr viele, also ältere, auch meine Generation.

Und dann könnte man überlegen, brauchen die nicht anderen Wohnraumbedarf?

Weil eines der großen Fragestellungen ist, wenn es diese Begegnung geben soll im Zentrum, die zufällig passiert, dann muss ja wer wohnen dort.

Natürlich kann man mit dem Auto hinfahren, vom Parkplatz in das Geschäft gehen, aber wenn man jetzt sozusagen die Ressourcenfrage mit drauf packt, die Klima-Frage, das ist die Klimaneutralitätsfrage, dass wir also klimaneutral werden wollen, also das heißt, wenig Ressourcen verbrauchen, auf Biodiversität achten, also was wir einkaufen, welche Produkte wir einkaufen, dann könnte darauf einmal so ein Thema entstehen, so dass sich Tränen anfangen, das Energie gewinnt, so wie ein Schwungrad und dann setzen sich andere Projekte drauf, wenn da vielleicht andere dazustoßen, die spüren, dass es wo was brauchen würde und durch Eigeninitiative, wie viele Projekte zeigen, kann man unglaublich viel bewegen.

Es ist nicht immer nur die Förderung, die Investition, die da ist, sondern es ist oft sehr viel und das ist in ländlichen Regionen oder am Land noch viel stärker.

Ich komme aus einer Gemeinde, wo es Nachbarschaftshilfe gibt.

Ich kenne das aus meiner Kindheit und das ist nach wie vor geflogen.

Das bedeutet, dass man, wenn man irgendwo was reparieren muss, auch vor allem mal sein Nachbar fragt, ob man einen halben Tag helfen kann.

Und das ist aus einer Mangel-Situation entstanden.

Man hat nicht alles selber gehabt.

Solche Themen kann man sehr gut initiieren und das entsteht.

Aber da braucht es auch Persönlichkeiten, die das leben können.

Nicht jeder, jeder will das.

Man kann es nicht verordnen.

Ich kann nicht sagen, du, jetzt greif an.

Das muss irgendwie ein Gespür geben für das.

Aber spannend ist ja schon, weil du hast schon so gesagt, so ein Schneeball-Effekt, weil den gibt es ja auch umgekehrt.

Das macht keiner.

Und der Supermarkt zieht raus.

Dann kommen weniger Leute rein.

Dann das Kaffeehaus, das es gibt, macht dann nur mehr jeden zweiten Tag auf, weil weniger kommen.

Dann kommen noch weniger, die dann vielleicht zufällig noch zum Fleischer gegangen sind.

Und dann irgendwann tut sich so wenig und das stirbt irgendwie ganz.

Und dann hat es auch keinen Reiz mehr dort zu wohnen.

Weil warum sollte ich jetzt so auf eher kleinerem Raum im Zentrum wohnen, wenn alle sich so kleine Paläste, wo auf die grüne Wiese bauen?

Und umgekehrt sieht man sehr in der Stadt, in Wien zum Beispiel, die Orte wie der siebte Bezirk in Wien, wo besonders viele Kaffeehäuser, Restaurants und Shops sind.

Da will eigentlich jeder wohnen, weil da ist das pure Leben.

Aber das ist halt so, das eine befördert das andere im Positiven wie im Negativen.

Und das macht es dann auch so schwer, oder?

Es macht es insofern schwer, in dem das ja ein langfristiger Prozess ist.

Also von dem, was du sprichst, dass diese ganze Erosion stattgefunden hat.

Das ist ja eine Geschichte, die 20, 30 Jahre sozusagen hinter sich hat.

Und die hat sehr viel mit durchaus in einen Wohlstand gekommen, Gesellschaft zu tun, mit Wachstumsfragen.

Also wer sich mit dem beschäftigt, kommt drauf.

Wie die ganze Krise 2008 war, so Prime-Krise, konnte man lesen.

Wir haben jetzt einfach einen Rückfall auf das Jahr 2002.

Und wir mussten uns eigentlich fragen, geht es uns schlechter wie vor fünf, sechs Jahren?

Das heißt, diese enorme Dynamik, ständig Wachstum zu generieren, stelle ich sehr stark in Frage.

Natürlich leben wir davon.

Unseren Wohlstand, auch das, wie wir privilegiert damit umgehen dürfen, also ich bezeichne es wirklich als Privileg, ist uns oft nicht bewusst.

Und jetzt auf die Frage zurück, diesen Errationsprozess umzudrehen, da braucht es eine gewisse Naivität.

Aber wenn wir die Ressourcenfrage stellen und sagen, du kannst das relativ klar an den Einkaufszentren ablesen.

Die sind unter Druck, weil es Offline-Handel gibt.

Marktanteile verschieben sich im Jahr in der Größenordnung zwischen 10, 15, 20 Prozent.

Das ist der nächste Leerstand, den wir haben.

Also das heißt, diese Konzepte sind auf sehr schnelllebige Renditen ausgelegt, Fachmarktzentren.

Also wenn man das jetzt nur aus der Immobilienperspektive anschaut.

Ja und ich glaube, wenn man die Konzentration im österreichischen Lebenshandel anschaut, dass wir im Grunde genommen zwei Große haben, die den Markt diktieren, dann muss man sich schon auch fragen.

Und natürlich gibt es Dienstleister dazwischen, das ist schon so, aber marktbeherrschend unterwegs sind.

Dann stellt sich einfach die Frage, ob es in diesen Zwischenräumen, die sich da auftun, nicht Konzepte gibt.

Und ja, es wird auch Orte geben, die man aufgeben wird.

Also wenn wo niemand mehr wohnen will, dann kann ich nicht Dinge initiieren, die einfach auf keinen furchtbaren Boden stoßen.

Es braucht ein gewisses Verhältnis, wo man das angehen kann.

Und wir denken viel zu wenig über dieses Thema nach, der Schrumpfung.

Das ist ein Thema, das wird politisch gerne auf die Seite geschoben, weil man natürlich mit sowas nicht triessieren kann.

Aber wenn ich jetzt schon angesprochen habe, Einkaufszentren, Fachmärkte kämpfen mit der Konkurrenz des Onlinehandels, kauft es im Internet statt dort, was könnten denn für eine Zukunft, wo wahrscheinlich immer mehr Leute ihre Sachen im Internet kaufen, ist auch wahnsinnig praktisch.

Wie könnte man den Erdgeschoss dann noch anderweitig nutzen, ob jetzt in der Stadt oder am Land, in so einem Dorf, wenn man nicht mehr unbedingt hinfährt, weil man jetzt eine Schraube braucht oder ein Handy, weil man das einfach online kauft?

Ja, ich glaube, das mag schon sein, dass man aus diese Lieferketten, die man da nutzt am Ende dahinter, weil man halt relativ schnell in ein Konsumverhalten Dinge bestellt und die werden nach Hause geliefert.

Aber wenn man jetzt kreativ ist, muss man ehrlich sagen, es ist ja Fahrt.

Also ich mein, es mag schon sein, dass man was googelt und dann kaufen will, aber spannend sind ja die Dinge, wo ich sage, ich kann selber was produzieren.

Und ich glaube, dass es viele gibt, die aus dieser Passivität des Konsumierens eine veränderte Rolle anstreben.

Also das heißt jetzt nicht, dass man unbedingt wieder was verwendet, was man kennt.

Also ich halte nichts davon zu glauben, man muss jetzt alle müssen wieder Handwerkerinnen werden, sondern es gibt Dinge, die man entdeckt, die man selber als Leidenschaft hat.

Und wenn man sich das anschaut, glaube ich, ich arbeite sehr gern mit meinen Händen.

Also physisch angreifen, was bauen, was tun.

Hab das Glück, dass ich das halt bei mir in Fräse auch machen kann, aber ich glaube, dass das viele auch wollen.

Wo lern ich das?

Wir dürfen ein Projekt machen für so einen Market Garden, wo wir im Vorfeld einfach untersucht haben, wer macht das eigentlich?

Wer tut das?

Das ist in Reifnitz in Kärnten.

Und da gibt es eine spannende Aussage von zwei Frauen, die einen Wirtschaftsberuf haben, den aufgegeben haben, und selber in diese Form von Gärtnerei gekommen sind.

Und die sagen, es ist uraanstrengend, ich bin total müde am Abend, aber ich hab das erste Mal das Gefühl, dass ich was Gescheites mache.

Also ich möchte niemand diffamieren, aber wir sitzen hinter Exelisten täglich.

Das ist vielleicht nicht der erfüllende Job.

Man hat vielleicht ein Studium gemacht und kommt drauf.

Es ist so wenig fordernd, mein Job, wo ich da in irgendeiner Etage sitz.

Und ich glaub, dass es da Umdecken gibt.

Also es geht, und das merk ich auch, wie die Leute, die zu uns dazustoßen, die Jüngeren, die von der Uni kommen, es geht nicht um Life-Work-Balance.

Das mag schon sein, aber ich glaube, dass viele nebenbei was anderes suchen.

Und das könnte für mich so etwas sein, wo ich sag, dann brauch ich Räume, die anderen nicht wollen.

Dadurch sind sie günstig zu haben und da könnten Konzepte entstehen.

Also wo man keine Ahnung gemeinsam einen Werkstatt hat oder Kunst produziert.

Also die Werkstatt, das muss auch nicht jeder eine Säge oder eine Baumaschine oder einen Hammer unbedingt selber haben, sondern man geht hin und macht dort was.

Hast du sonst noch Beispiele von Orten, die dich beeindruckt haben, wie die die Kurve gekratzt haben?

Also jetzt selber in eigenen Projekten gibt es Dinge, wo ich nicht selber dabei war, aber wo wir im Büro einfach diese ganze erste Situation in Rheinsberg im Mostviertel initiiert haben, ungefähr vor 10, 12 Jahren.

Genau von dem Thema des Bärchen war halt in dem Fall eine Gemeinde Bürgermeister, der irgendwie entdeckt hat, dass da ein Büro gibt, das sich mit so Leerstandsfragen, Innenentwicklung und dass es einen Prozess gibt.

Und das ist ein Beispiel, wo man sieht, wie, wenn das, was wir jetzt besprochen haben, das wäre jetzt sozusagen eine Nacherzählung, mit Engagement einfach jetzt ein Ort entstanden ist, mit ein bisschen mehr wie 1000 Einwohner, die ein ganz hohes Vereinsleben haben.

Also jeder ist in drei, vier, fünf Vereinen und wo man ein Projekt initiiert hat, wo heute ein neues Musikhaus da ist, wo es einen neuen Kindergarten gibt und wo man jetzt dazu auch Wohnräume schafft für andere Wohnformen, also wo man mehr Generationen Wohnen dazubaut und wo Leute, die das initiiert haben, auch Eigenleistung anbringen.

Selbst der Bürgermeister war auf der Baustelle.

Das ist ein sehr gelungenes Beispiel, weil die zum Beispiel auch ein Primaversorgungszentrum an Land gezogen haben, wo alle in der Region, also ich konnte in der Scheibser Gegend auch in Scheibs arbeiten, persönlich, und gemerkt, wie schwierig das ist, so nicht nur im Dorf, sondern auch in einer Bezirkshauptstadt all diese Themen zu organisieren.

Und in dieser Wechselbeziehung ist das ein sehr herausragender Ort.

Persönlich bin ich aber sehr beeindruckt auch von Hohenemms, und zwar deshalb, weil dort eine Leerstandsentwicklung entstanden ist, die ich beeindruckend finde, weil sie dort von einem Projektentwickler kommt.

Der Herr Schadenbauer hat in dem Ort gewohnt, hat entdeckt, dass diese Marktgasse, Marktstraße unglaublich viel Leerstand hat.

Und das ist so ein Vorzeigebeispiel geworden, wie man ganz schwierige Situationen, denkmalgeschützte Gebäude, das herausfordernd ist, hier auch ordentlich in eine Investition zu kommen, weil es sehr viel Sanierungsthemen gibt, die nicht so einfach sind.

Und was ich von ihm gelernt hab, ich hab ihn persönlich kennengelernt im Frühjahr, ist so auch bei jedem Projekt diese persönliche Beziehung zu den Nutzerinnen aufzubauen.

Also wenn man unten einen Kaffee laden oder so einen kleinen Markt betreiben will, dann macht man mit denen auch eine Zukunftsperspektive aus.

Und fragt die, was kannst du dir leisten, wie schaut dein Betriebskonzept aus?

Welche Produkte hast du?

Also auf sehr viel Ebene sich einzubringen.

Das ist sehr aufwendige Arbeit, sehr kraftraubende Übernahme von Themen, die er gemacht hat.

Und ich glaube, dass das so ein Beispiel geben kann, dass man auch im größeren Maßstab sehr erfolgreich sowas tun kann.

Was sind die Schlüssel dazu?

Natürlich Kommunikation, Leute einladen, Leute gewinnen.

Auch sie einladen, eigene Ideen zu entwickeln.

Also nicht das Repertoire, zu sagen, es braucht unbedingt den Gemüseladen und dann den Kaffee.

Vielleicht gibt es ganz andere Ideen.

Gibt ja Leidenschaften, die man vielleicht selber nicht hat, aber die andere Arturhaus bewegen.

Und dieses Thema finde ich spannend.

Und natürlich gibt es viele Orte, die da am Weg sind, die wir betreuen dürfen, aber auch andere.

Mittlerweile ist es ja ein Thema, das viele betrifft.

Und ich glaube nur, dass es ganz wichtig ist, zu sehen, dass es nicht nur ein Wiederbeleben ist, sondern ich sehe es auf der räumlichen Ebene eines dieser Zukunftsfragen, was das Bauen angeht, wie wir leben.

Also wir wachsen nach wie vor demografisch, europäisch, aber wir werden vielleicht auch mit Fluchtbewegungen konfrontiert sein und nicht einen Innenminister haben, der das verweigert.

Also dass wir hier auch mit Dingen rechnen müssen, dass wir Wohnraum zur Verfügung stellen müssen.

Das ist Lebensraum.

Und wir glauben, dass man weniger neu bauen muss, sondern diese Ressourcen nutzen.

Das wäre eine Riesenchance.

Schauen wir uns mal Bilder von Hohenems an.

Ist das diese Marktstraße, von der du gesprochen hast?

Also sehr viel Leerstand, zum Teil dadurch auch die Häuser nicht bewohnt.

Und in dem Konzept ist es einfach darum gegangen, mit ein, zwei Gebäuden anzufangen.

Genau das, was wir heute schon besprochen haben.

Also so ein erstes Konzept und dann andere, die vielleicht gar nicht in der Projektentwicklung drin sind, auch zu animieren, am eigenen Haus was zu tun.

Und geholfen hat, und das sieht man da ganz gut, man sieht dann auch die Parkländerautos und auch die Durchzugsstraße.

Diese Orte brauchen auch Mobilitätskonzepte.

Das heißt jetzt nicht, dass man da nicht mehr zufahren kann, aber es entsteht auf so einem Straßenraum jetzt auf einmal eine Bevorrangung für Fußgängerinnen, Radfahrerinnen.

Und das Bild rechts zeigt zwar die Radlfahre, die Radeln, wo sie stehen, aber ihr seht jetzt den Unterschied, was das heißt, wenn ein Auto, das einen Parkplatz mit 12,5 Quadratmeter braucht, um es einzuparken, braucht man das Doppelte, was stehende Autos für einen Flächenverbrauch haben.

Und das wird auf einmal zum Lebensraum.

Also wir unterschätzen, dass es geht in dieser Entwicklung nicht nur um das Gebäude, ums Objekt selber, sondern wir müssen immer das quasi mitdenken, was die Umgebung, den Straßenraum und vielleicht auch die regionalen Kontexte von so einer Entwicklung sind.

Und dann haben wir noch ein zweites schönes Bild aus Hohenems.

Was sieht man da?

Ja, das ist im Grunde genommen jetzt so, was zum Teil sanierte Häuser, aber was hier wichtig ist, diese Möglichkeit durch die Verkehrsberuhigung, von der Oberfläche, da sieht man schon den Unterschied, kein Asphalt.

Also das ist für mich persönlich als Gestaltender, als jemand der gestaltungsaffin ist ganz wichtig.

Allein die Oberfläche hat andere Wertschätzung.

Auf Asphalt sind wir konditioniert gewohnt, Auto zu fahren, möglichst schnell sogar von A nach B zu kommen.

Das heißt, wir haben eine Kultur, dass öffentliche Räume im Stein gepflastert sind.

Das hat eine gewisse Bedeutung.

Und das, was man hier sieht, das ist ein Begegnungsort.

Und hier durchaus wahrscheinlich gar nicht so ein unbedingt angemeldeter Markt, das wüsste ich jetzt gar nicht.

Aber wo genau dieser öffentliche Raum benutzt werden kann, damit Menschen was verkaufen, dass man sich trifft.

Ich glaube, wenn man da mit dem Auto durchfahren würde, würde da niemand auf der Straße stehen.

Und das Gespräch, weiß ich nicht, ob es jetzt zufällig passiert ist, aber es ist genau das Thema, wo man sagt, da triff ich wie in einem Kinderwagen und kam in eine Kommunikation, die ich sonst nicht gemacht hätte.

Ja, toll.

Wir haben auch noch Bilder aus Trofeiach, wo auch eine Begegnungszone hingebaut wurde.

Trofeiach ist in der Steiermark, oder?

Ja, liegt in der Obersteiermark, also in der Nähe von Leoben, hat ungefähr 12.000 Einwohner.

Und die haben das, was wir vorher schon als entwickelte Situation gehabt haben, also in den letzten 15 Jahren diesen Leerstand in den Erdgeschosszonen.

Das heißt, die Läden funktionieren immer.

Und da war das Thema, die Herausforderung, einen Prozess zu finden, wie man das reorganisiert, dass man da Leute findet und diese Läden wieder wachküsst, zum Leben erweckt.

Und ich persönlich war in dem Prozess nicht dabei, aber die Büropartner bei uns im Büro haben sich da ein Konzept überlegt, wie man hier Visionen entwickelt.

Also es braucht da am Anfang immer ein Bild, wo man hin will.

Also es geht nicht darum, zu sagen, einfach Leerstand aktivieren.

Und was sehr spannend ist, dass die Idee entstanden ist, hier ein Kümmerer zu sein, könnte auch eine Kümmerin sein.

Was war da die Erfahrung, dass da so ein Versatzstück passiert zwischen Gemeinde, Stadtgemeinde, die mit Verwaltungsaufgaben natürlich beschäftigt sind und wo man vielleicht nicht die notwendige Zeit hat, um jemanden mal zuzuhören und zu sagen, was hat der, was könnte er brauchen?

Und der Kümmerer in dem Fall hat auch gewusst, wo wie Immobilien zur Verfügung stehen würden.

Und so ist in dem Prozess relativ schnell eine Möglichkeit entstanden, diese Läden mit durchaus anderen Konzepten wieder zu befüllen.

Der Architekturbüro vor Ort hat dann diesen Straßenraum gestaltet, das auch genau dazu führt, wieder an einen, also sehr simpel wie ihr seht, so eine Gestaltung, die einfach dazu führt, dass man das Gefühl hat, man ist irgendwie nicht auf einer Durchzugsstraße.

Es ist noch asphaltiert, aber jetzt weißstrichliert und es schaut nicht mehr aus wie eine normale Straße, wo man durchfährt.

Und es ist jetzt ein Gegenstück zu den Steinen davor.

Also das ist so ein Beispiel, das ich auch sehr wertvoll finde, um vielleicht sogar mein Gesagtes zu revidieren.

Es muss nicht immer Stein sein.

Ich finde das sehr gelungen und das, was hier passiert ist, dass es natürlich dann als Konzepte braucht, wo man Leute wieder trifft, Feste organisiert und Unterstützung hat seitens der Kommune.

Aber noch einmal diese Kümmererrolle spielt hier einen sehr wichtigen Bart.

Vor allem in der Kommunikation, aber auch so als Anlaufstelle.

Und ich bin mir nicht ganz sicher, aber wir sind da sicher an die 30 Erdgeschossläden wiederbelebt.

Und dadurch entsteht natürlich wieder das, was ich wichtig finde, dass Häuser saniert werden, dass man wieder wohnt.

Ich finde persönlich ganz wichtig und deshalb lege ich so viel Wert auf die Aussage, dass man diese Konzepte immer mit Mobilitätsthemen, also Mobilitätsthemen heißt Verkehrsreduktion, andere Mobilitätsformen überschneidet.

Es gelingt nicht hier irgendwas zu ändern, wenn wir sagen, ja fahrt’s halt durch, Durchzugsstraßen sind eins der größten Schwierigkeiten für innerstädtische Räume, weil sie einfach Lärm bringen und weil sie Unsicherheiten bringen, gerade für Kinder.

Das wird total unterschätzt.

Also die Aussage, ich lass meine Kinder nicht zu Fuß in die Schule gehen, weil ich das Vertrauen nicht hab, sie auf die Straße zu lassen, ist einfach, muss man sagen, eine Einschränkung, die man akzeptieren muss und auch dagegen oder dafür was tun muss.

Und das find ich spannend, weil, wenn man jetzt auch, also in den meisten Gegenden am Land kommt man ohne zumindest einem Auto für einen Haushalt schwer aus.

Also es macht ja schon auch einen großen Unterschied, ob man vielleicht die Parkplätze außerhalb vom Ort sammelt oder ob die Autos vor jedem Laden stehen.

Weil alleine, wenn ich jetzt da am Rand parke und dann 200 Meter zu meinem Ziel gehen muss, treffe ich ja vielleicht schon wen oder ich schau in eine Auslage und gehe vielleicht rein und das macht ja schon wieder was, oder?

Aber ich kann dir sagen, das ist eine der herausforderndsten Diskussionen, weil wir einfach autoaffin sind.

Also nicht alle, aber es ist so, dass man in gewissen Regionen nicht so ein gutes öffentliches Verkehrsangebot hat.

Das ist auch hier spannend.

Das wurde auch mitinitiert.

Also es gibt ja auch Studierende, die hier wohnen, die nach Leoben fahren.

Und allein die Taktung spielt eine Rolle.

Es macht überhaupt keinen Sinn, zu sagen es fährt der Bus in der Früh, zu Mittag und am Abend, sondern ich muss ein Angebot.

Und mit dem Angebot entsteht Frequenz.

Das ist so, was man so klassisch jetzt sieht an der Westbahnstrecke.

Wer würde heute mit dem Auto überhaupt überlegen, in der Früh nach Salzburg zu fahren, wenn er einen Termin hat?

Glaube ich.

Also ich glaube, die Frage stellen sich von Wien aus.

Die eingefleischten Autofahrer nicht mehr.

Und so ist es hier auch.

Es braucht ein Prozess des Umdenkens, dass man genau das erwähnte Beispiel, den Parkplatz verlagert, dass man das in Kauf nimmt, zu Fuß zu gehen.

Und weil vielleicht gar nicht so sehr jetzt schon die Kommunikation stattfindet, sondern weil ich weiß, da drin erwartet mich was, was jetzt an einer autofreien Zone wie hier viel ein größeres Erlebnis ist.

Und das ist eine Kulturfrage, das zu initiieren.

Aber es löst Widerstände aus.

Und diese Widerstände muss man auch vorauflösen.

Und auch immer das Problem, weil man die Dinge, so wie sie sind, erkennt und dann, wenn man den Parkplatz weg tut, dann verliert man mal was.

Aber man kann sich vielleicht noch nicht vorstellen, was man gewinnt.

Was man dann gewinnt.

Genau.

Weil vielleicht, wenn man dann im Nachhinein sieht, okay, da ist jetzt viel angenehmer, da treffe ich eher Leute, die ich mag oder da können meine Kinder auch rumlaufen, ohne dass sie sich fürchten müssen.

Es ist ja sehr oft bei so Projekten auch in Wien so.

Im Nachhinein finden sie dann alles super, aber der Weg dorthin ist sehr steinig.

Mache Hilferstraße ist ein super Beispiel für das im großen Maßstab.

Ja, super spannend.

Was ich mir mitnehme ist so, es braucht engagierte Leute, die klein anfangen, die schauen, was gibt es für andere motivierte Leute und was gibt es für Dinge, die uns verbinden.

Ist es ein Hobby, ist es Fitness, ist es Brot backen, ist es gemeinsam lesen, Musik machen, Theater, whatever.

Und dann fängt man mal an.

Und dann im Laufe der Zeit, wenn es gut läuft, dann holt man andere dazu, die Politik, der Bürgermeister, den Gemeinderat.

Dann geht es auch um, also am Ende des Tages, dann geht es auch viel um den öffentlichen Raum, das kostet was, das herzurichten, da braucht man Förderung, da müssen viele Leute dahinter stehen.

Aber es fängt immer klein an.

Es fängt klein an, aber es braucht immer ein Prozess.

Und der Prozess ist der, dass wie bei vielen Dingen, die man initiiert, es um Zuhören geht.

Also so versuchen wir, unseren Prozess zu starten, reinzuhören, selber zu auszuschauen, wo wir Potenziale sehen.

Aber entscheidend ist, dass die Leute vor Ort, die dort leben, dieses Wissen kannst du nie generieren.

Selbst wenn du dir alles anlässt, was es gibt, diese Lebensphase, diese Erfahrungen zu spüren.

Und auch das, was nicht funktioniert, wo man durchaus kritisch ist, oder vielleicht sogar extrem aggressiv ist, weil es nicht passiert.

Da haben wir einfach gemerkt, dass dieses Zuhören ganz wichtig ist, um zu verstehen, was für soziale Strukturen gibt’s, gibt’s die, in welchem Ausmaß gibt’s die.

Und da noch zu erkennen, sind da Leute da, die von dem, was du vorher jetzt erzählt hast, worüber wir geredet haben, die dieses Engagement, diese Leidenschaft haben.

Also ich glaube nicht, dass es nur diese Leidenschaft braucht, nur wenn man selber leidenschaftsgetrieben ist, sondern es braucht Leute, die diese Multiplikation zulassen.

Also dass man sagt, okay, Step by Step kann ich so einen Prozess weiterführen.

Und sukzessive entsteht eine Dynamik.

Und wenn diese Dynamik entsteht, entsteht genau der Aspekt, den wir besprochen haben.

Man merkt einfach die Veränderung.

Und hoffentlich die Veränderung, die man sich gewünscht hat und das, was man vermisst hat.

Und am Ende ist es eigentlich immer dasselbe Konnex.

Also Widerstände aufzulösen, aber auch am Ende ein neues und ich sage mal anderes Lebensgefühl zu vermitteln.

Es geht um Lebensraum.

Es geht nicht um private eigene Bedürfnisse.

Die sind wichtig.

Das ist vielleicht dann für generell, für die Stimmung spannend.

Aber ich würde behaupten oder glauben, behaupten wir das nicht, ich würde glauben, dass hier eine Verzahnung stattfindet.

Peter, du hast uns noch drei Bücher-Tipps mitgebracht, wenn man uns weiter informieren möchte.

Also John von Düffel habe ich letztes Jahr kennengelernt beim Bauwende-Kongress.

Und was ich hier spannend finde, er macht hier…

Wie heißt das Buch?

Das Buch geht das Wenige und das Wesentliche.

Es geht um Sufizienz.

Ich finde es ein ganz wichtiges Thema für unsere Transformationsarbeit.

Also wir werden, ich sag’s ganz offen, zum über den politischen Willen als technisch lösen zu können.

Also Carbon Capturing ist wichtig, wenn es uns gelingt.

Aber wir müssen mit dem auskommen, was wir haben.

Es ist zwar sehr esistisch geschrieben, aber ich finde sehr, sehr am Punkt gebracht, was damit gemeint ist, weil das oft so ein bisschen verunglimpft wird.

Es wird so ins Esoterische abgeschrieben, in das Asketische.

Aber es geht genau um das, was wir brauchen.

Und was ist das Wenige, mit dem wir auskommen?

Und nur kurz seit Jahren Carbon Capture, da meint man, dass man das CO2 aus der Luft holt, das schon zum Beispiel in einem Dieselmotor verbrannt wurde.

Genau.

So, das nächste Buch.

Also das hab ich spannend gefunden, Hartmut Rosa, über die Unverfügbarkeit, weil diese ganze Wachstumsfrage infrage stellt und das an dem Schnee der Einleitung kapiert, wo er einfach sagt, ja, es gibt so ein unglaubliches, naives, kindliches Verhalten zum Schnee.

Also ich glaube, es gibt kaum jemanden, der sich nicht freut, wenn es schneit, wenn es zur richtigen Zeit ist.

Und gleichzeitig ist er aber zerrinnt uns zwischen den Fingern.

Und er beschreibt sozusagen mit dieser Wachstumsfrage und dieses Bild zieht sich dann durch das Buch und finde ich sehr, sehr bereichernd, um zu verstehen, dass wir diese Frage irgendwie angehen müssen.

Klingt toll.

Und dann noch ein drittes, etwas anderes Buch.

Es ist anders, ich hab es mitgenommen, weil das Insektengeflüster ein Geschenk von meiner Frau ist, ein Weihnachtsgeschenk.

Ich habe mich letztes Jahr mit dem Boden beschäftigt und bin darauf gekommen, dass es einen Schweizer Künstler gibt, der Mikroben und alles, also in der Erde, in unserem Humus, sind ja mehr Lebewesen in einer Handvoll, in so einer Handvoll, die ich jetzt hier herzage, leben mehr Mikroorganismen wie Menschen auf der Welt und die machen einen Sound.

Das ist wirklich interessant und jeder Boden klingt anders.

Und ich hab daheim meine Familie damit belästigt, weil ich diesen Ton immer vorgespielt hab, weil die wissen wohl nicht so, wie reagiert man drauf.

Und dann hab ich das Geschenk gekriegt und da geht es jetzt darum, etwas, wo man sehr nachlässig damit umgeht, denn ich sag immer, so Insekten findet man ja eigentlich im Sommer qualvoll.

Aber zu dieser ganzen Ökologiefrage, Boden, dieses ganze Thema, wie schaut denn überhaupt Bestäubung aus und wie viele Tiere gibt es da, finde ich das ein sehr wertvolles Buch.

Und die Dominique Zimmermann, die Autorin, war auch schon in der Kleinwiederwelt zu Gast und hat erklärt, das Leben der Wildbienen, passt auch zum Thema.

Peter, am Ende noch eine Empfehlung für ein Medium, das du gerne magst.

Also Medium im Sinne von…

Zeitung, TV-Sender…

Ja, ja, ich bin Zeitungsleser.

Also wir schauen als Familie nicht Fernsehen, also schon viele Jahre.

Und ich hab gerade durch die Covid-Phase mir wieder stärker angefangen, auch internationale Zeitungen, deutschsprachige Zeitungen zu lesen.

Und das ist etwas, was mir so die Einleitung in den Tag macht.

Und querbeet.

Und so interessant, wenn man die Zürcher liest, kommt Österreich nicht vor.

Und das tut man auch ganz gut.

Neue Zürcher Zeitung in der Zeit.

Ja, genau.

Also ein bisschen über den eigenen Nabel.

Ja, ich find das interessant jetzt nicht, weil es eine bürgerliche Zeitung und so, das ist auch schrecklich konservativ.

Aber dass man Medien hat, wo es zwar Österreichs Seite gibt, wenn, aber wo man nicht zuerst nach Deutschland schaut, sondern man schaut zuerst nach Frankreich, dann nach Deutschland und dann nach Amerika, dann nach Italien und nie nach Österreich.

In Österreich immer nur, wenn es so ein bisschen Abfälligkeiten gibt.

Ich find das jetzt nicht, weil ich glaub, dass das wichtig ist, aber so die Perspektive, der Standort macht ja viel aus, um eine Perspektive einzunehmen.

Und ich glaub, dass das generell gut ist, wenn man so fokussiert in Arbeiten, ist einfach andere Dinge zu lesen.

Danke für deine Zeit, lieber Peter.

Ich sag auch ganz herzlichen Dank für die Einladung.

Danke dir.

Was nehme ich mir mit?

Erstens, es beginnt immer mit ein paar Leuten.

Ortskernsterben hat viele strukturelle Gründe und die Lösungen sind kompliziert, aber sie beginnen immer mit ein paar engagierten Menschen.

Die beschließen, dass sie das nicht mehr hinnehmen wollen und etwas anders machen möchten.

Zweitens, Demokratie braucht öffentliche Räume.

Es ist toll, wenn wir unsere Freunde oder Familie zu uns nach Hause einladen oder wenn wir uns mit unseren Vereinen treffen.

Aber wir dürfen uns nicht nur in unsere Bubbles zurückziehen, sondern wir brauchen Räume, wo wir mit neuen Leuten und fundiert werden mit Fremden und wo zufälliges entsteht.

Drittens, das Auto ist Teil des Problems.

Autos sind super nützliche Verkehrsmittel.

Aber wenn man Ortskern wiederbeleben möchte, dann muss man meistens dafür sorgen, dass die Autos entweder nur mehr sehr langsam oder gar nicht mehr durch den Ort fahren.

Es ist ruhiger, sauberer und eine positive Dynamik kann beginnen.

Wie geht es euch damit?

Habt ihr in eurem Kretzel, in eurem Quartier, in eurem Ort, in eurer Stadt, Orte, wo ihr im öffentlichen Raum mit anderen Menschen zusammentrefft?

Schreibt es in die Kommentare, würde mich sehr interessieren.

Wenn du die Welt jede Woche ein bisschen besser verstehen möchtest, so wie ich, dann abonniere diesen Kanal und mach die Glocke an.

Nächste Woche geht es zum Beispiel um Autismus.

Die Themenpalette ist also sehr, sehr breit.

Am Ende möchte ich mich noch bei allen bedanken, die bei Klärme in der Welt mitarbeiten, bei Thomas Pelkmann, Alexander Kohmann von DoMotion, der sich um Kamera und Videoschnitt kümmert.

Danke Dominik Lanterdinger von Audiofundel für den Audioschnitt.

Danke an Therese Ilyas und Stefan Lassnick von Missing Link, die den Podcast vermarkten.

Danke an diese Stelle auch an alle Unternehmen, die im Podcast Werbung schalten.

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Für alles andere dann einfach Stefan und Therese von Missing Link kontaktieren.

Danke an alle UnterstützerInnen, die den Podcast mit ihren finanziellen Beiträgen mit möglich machen.

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Möchte euch am Ende auch noch eine Folge empfehlen, die ich in sehr guter Erinnerung habe, weil die Gästin einfach sehr sympathisch war und weil die Folge spannend ist und auch zum heutigen Thema passt.

Folge 166, Henriette Spierer war zu Gast.

Da ging es so um eine Zukunftsvision der Mobilität im Jahr 2040, wie wir dann mobil sein können und das Ganze nachhaltig war eine tolle Folge.

Und auch eine tolle Aufnahme kommt nächste Woche, da geht es um Autismus.

Die Sophie Kmeiner hat mir geschrieben, hat sich mit mir auf ein Kaffee getroffen, weil sie mir einfach erklären wollte, was mit Autismus so auf sich hat.

Sie ist selber Betroffene und wir haben uns super verstanden und ich hab sie dann gefragt, hey magst du das Ganze nicht einfach auch vor dem Mikro erklären?

Und das hat sie dann gemacht und ich lieb das, wenn sich Leute bereit erklären, ihre eigene Lebenswelt für andere Menschen aufzubereiten, sich da auch verletzlich zu machen, sich teilweise vielleicht auch Kritik auszusetzen.

Also ich verstehe jeden, der das nicht möchte, aber ich bewundere es sehr und unterstütze das sehr, wenn das Leute tun möchten, weil man einfach Bewusstseinsarbeit macht.

Also wer vielleicht selber eine Geschichte hat, der kann sich gerne gerne bei mir melden, auf allen möglichen Kanälen einfach schreiben, Instagram zum Beispiel oder geht es auf die Homepage klärme.at dort auf Kontakt.

Genau.

Und ja, die Folge wird toll, kommt am Dienstag wie immer.

Und bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit.

Euer Andreas.